1892, im Deutschen Kaiserreich, begann die Lebensgeschichte eines außergewöhnlichen und standhaften Menschen aus Ringetal in Sachsen. Paul Johannes Vogelsang – Kommunist, Antifaschist und Arbeiterführer – hat uns einen Bericht über sein vielfältiges, 94-jähriges Erleben hinterlassen, der spannende Einblicke in die deutsche Geschichte gibt und Lehren aus dieser Geschichte für heute und die Zukunft zieht.
Ein hartes Leben zwang Paul Johannes Vogelsang früh, die Politik aktiv mitzugestalten. Mittendrin in den Geschehnissen hatte er konkreten Einblick, berichtet über die Erfolge, aber auch über die Fehler und Niederlagen:
Matrosenaufstand in Kiel, Novemberrevolution, Kapp-Putsch, die Arbeitskämpfe der sächsischen Textilarbeiter, der Kohlekumpel im Bornaer Revier, Gründung der KPD, die Arbeit der Roten Hilfe, die illegale Arbeit, seine Verhaftung und sein Weg durch fünf Konzentrationslager, die Flucht vor dem Volkssturm, dann die schwere Zeit des Neuanfangs nach dem Krieg, als Bürgermeister in Mittweida, später als 1. Kreissekretär in Döbeln, die Bodenreform und der Zusammenschluss von KPD und SPD in der DDR; in der SED übernahm er die verantwortungsvolle Aufgabe des Leiters der Bezirksparteikontrollkommission in Leipzig. Er hat nicht nur das Leben vieler Menschen auf dem Weg zum Sozialismus geprägt, sondern auch die kennen- und erkennen gelernt, die diesen Weg nicht gehen wollten.
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Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Vorwort
Artikelnummer: L978203